Archiv für die Kategorie ‘Hardware’

Seit dem Up­grade auf Ubu­ntu 10.10 sieht man auf dem HP Envy 14-1010eg nur einen schwar­zen Bild­schirm. Es ist nichts wirk­lich schief ge­lau­fen, le­dig­lich die Hel­lig­keit geht beim Star­ten ver­lo­ren und steht auf 0 Pro­zent, wahr­schein­lich ein Trei­ber­pro­blem.

Fol­gen­des Shell-Script spei­chert beim Her­un­ter­fah­ren die ein­ge­stell­te Hel­lig­keit und stellt sie beim Star­ten wie­der her, dazu muss es le­dig­lich wie an­ge­ge­ben in­stal­liert wer­den.

#!/bin/sh
### BEGIN INIT INFO
# Provides:          backlight-set
# Required-Start:    $remote_fs
# Required-Stop:     $remote_fs
# Default-Start:     2 3 4 5
# Default-Stop:      0 1 6
# Short-Description: Restore backlight level at boot
# Description:       Save and restore backlight level for HP Envy 14
### END INIT INFO
# Installation: sudo mv backlight-set /etc/init.d/ && sudo chmod +x /etc/init.d/backlight-set && sudo update-rc.d backlight-set defaults

proc=/proc/acpi/video/GFX0/DD02/brightness

case "$1" in
    start)
        HOME=/root cat /root/.backlight > $proc
        ;;
    restart|reload|force-reload)
        echo "Error: argument '$1' not supported" >&2
        exit 3
        ;;
    stop)
        HOME=/root cat $proc | grep current | awk '{print $2}' \
         > /root/.backlight
        ;;
    *)
        echo "Usage: $0 start|stop" >&2
        exit 3
        ;;
esac

exit 0

Bei einem voll­ver­schlüs­sel­ten Sys­tem kann das Script erst nach dem Ein­hän­gen der Root-Par­ti­ti­on aus­ge­führt wer­den, also nach der Pass­wort­ein­ga­be. Diese lässt sich aber oh­ne­hin ohne Dis­play tä­ti­gen.

Logo des mobiledevcamps 2009Wie­der ist ein Bar­Camp vor­bei, die­ses mal das mo­bi­le­de­v­camp Mu­nich 2009, wel­ches am 31. Ok­to­ber 2009 beim deut­schen Fir­men­sitz von Intel ver­an­stal­te­tet wurde. Und rich­tig, die­ses mal ging es um ein spe­zi­el­les Thema, näm­lich der Ent­wick­lung von Ap­pli­ka­tio­nen für mo­bi­le End­ge­rä­te. Doch auch wer nicht aktiv An­wen­dun­gen für die­sen Zweck ent­wi­ckelt, war dort gut auf­ge­ho­ben. Denn die Talks waren gut ver­ständ­lich und nicht allzu spe­zi­ell, so dass man die Ver­an­stal­tung auch als einen Blick über den ei­ge­nen Tel­ler­rand nut­zen konn­te.


„Mo­bi­le Dev Camp“ auf Vimeo

Los ging es mit einem Früh­stück in der ge­räu­mi­gen In­tel-Kan­ti­ne. Dies­mal muss­te man sich nicht ein­mal seine Bröt­chen sel­ber ma­chen, denn das über­nahm schon das Kü­chen­per­so­nal. Zu­sätz­lich herrsch­te ein leicht ame­ri­ka­ni­scher Flair. Da­nach gab es die für Bar­Camps üb­li­che Vor­stel­lungs­run­de, eine kurze Ein­füh­rung und an­schlie­ßen­de Pla­nung der Ses­si­ons.

Panorama der Intel-Kantine
(von umpcportal.​com unter einer CC-Li­zenz ver­öf­fent­licht)

Ich habe mir dann erst­mal einen Vor­trag von Ste­fan Zaun­seder und Chris­ti­an Schil­cher, beide vom GIS­CAD-In­sti­tut, an­ge­hört. Dabei ging es um „Ver­gleich der Per­for­mance na­ti­ver und Brow­ser-ba­sier­ter Im­ple­men­ta­tio­nen für Smart­pho­nes am Bei­spiel der Vi­sua­li­sie­rung von Vek­tor­gra­phi­ken (für ein Geo­in­for­ma­ti­ons­sys­tem)“. Am bes­ten schnitt letzt­end­lich Can­vas, eine Zei­chen­me­tho­de, die di­rekt in den mo­bi­len Brow­sern läuft, ab. SVG hin­ge­gen kam mit den rie­si­gen Da­ten­men­gen nicht so gut zu recht und pro­du­zier­te auch fal­sche Dar­stel­lun­gen.

Spä­ter fand die Vor­stel­lung der Kil­ler-Apps statt. Jeder konn­te in 60 Se­kun­den sei­nen Vor­schlag prä­sen­tie­ren, wie man sich eine Kil­lerapp für sein Net­book vor­stellt, die mög­lichst auf die mo­bi­len Um­stän­de ein­geht. Intel braucht etwas Coo­les für sei­nen ge­plan­ten Apps­to­re für Net­books. Zu ge­win­nen gab es dann für die bes­ten zwei Vor­schlä­ge je ein Net­book. Lei­der ging da rich­tig ein Kon­kur­renz­kampf los und ge­nau­er dis­ku­tiert wurde auch nicht, nur ein paar vage In­for­ma­tio­nen zum ge­plan­ten App-Store ge­ge­ben. Für jeden Nicht­ge­win­ner war es also ver­geu­de­te Zeit und ich hätte mir lie­ber einen Vor­trag zum Pu­blis­hing im An­dro­id Mar­ket an­hö­ren sol­len. Ich hätte ein ge­mein­sa­mes ent­wi­ckeln eines Kon­zep­tes oder einer Idee viel ge­lun­ge­ner Ge­fun­den, die Net­books hätte man ja auch unter den Bei­tra­gen­den ver­lo­sen kön­nen.

Da­nach be­such­te ich noch einen Vor­tag zum Thema HTML5, wel­cher sehr ge­lun­gen war. Es wurde kurz ein paar Fak­ten zu HTML 5 ge­sagt und dann ging es auch schon mit dis­ku­tie­ren und HTML5-De­mos los. Der Vor­trag war für mich nichts neues und es kam auch nichts dar­über, wie man sich als Web­de­si­gner um­stel­len muss, aber das wäre auch etwas zu aus­führ­lich. Den­noch hab ich ein paar Ideen mit­ge­nom­men und das ein oder an­de­re zum Aus­pro­bie­ren zu Hause ge­fun­den.

Als letz­ten Vor­trag hörte ich mir Mar­kus Jun­gin­ger von green­ro­bot zum Thema „Cross­plat­form De­ve­lop­ment Mo­bi­le“ mit Hilfe von Web­tech­no­lo­gi­en, also HTML, CSS und Ja­va­Script an. Ein span­nen­des Thema, in­ter­es­sant auch, dass man den­noch Pro­gramm­tei­le nativ für die je­wei­li­ge Platt­form pro­gram­mie­ren kann und diese dann durch eine Bridge in Ja­va­Script mit der Web-An­wen­dung ver­bun­den sind (wobei selbst­ver­ständ­lich nicht immer eine In­ter­net­ver­bin­dung not­wen­dig ist). Im be­son­de­ren ging er auf Pho­ne­Gap ein, als Al­ter­na­ti­ve sei noch Ti­ta­ni­um ge­nannt.

An­schlie­ßend gab es eine klei­ne Feed­back­run­de und es wur­den noch ein paar Ta­schen und Bü­cher unter denen ver­lost, die flei­ßig get­wit­tert haben. Ich habe na­tür­lich prompt was ge­won­nen. :-) Mir hat es gut ge­fal­len, es war per­fekt or­ga­ni­siert und da­durch, dass es ein re­la­tiv klei­nes Bar­Camp (we­ni­ger als 100 Leute) im Ver­gleich zum Bar­Camp Mu­nich 2009 war auch nicht zu an­onym und un­über­sicht­lich. Die Lo­ca­ti­on Intel samt Essen war auch per­fekt und es war ein­fach in­ter­es­sant bei Intel Gast zu sein.

Wei­te­re Infos zum mo­bi­le­de­v­camp gibt es hier und im Wiki fin­det man noch­mal eine Be­schrei­bung der meis­ten ge­hal­te­nen Ses­si­sons.

GTUG Munich Android Special

13. September 2009

GTUG-LogoAm 10. Sep­tem­ber 2009 wurde von der Goog­le Tech­no­lo­gy User Group Mu­nich noch­mal ein An­dro­id Spe­cial in der Kan­ti­ne von Goog­le Mün­chen ver­an­stal­tet. Beim vor­aus­ge­gan­ge­nen Spe­cial war das In­ter­es­se sehr hoch, es war ge­ra­de­zu über­füllt, lei­der war das die­ses mal nicht der Fall, es fehl­ten dies­mal sogar ei­ni­ge Be­su­cher. Den­noch gab es drei Vor­trä­ge zum Thema An­dro­id, dem Smart­pho­ne-Be­triebs­sys­tem von Goog­le, zu hören, wel­che alle sehr ge­lun­gen und in­for­ma­tiv waren.

Los ging es mit Damon Koh­ler, wel­cher sein Pro­jekt An­dro­id Scrip­t­ing En­vi­ron­ment (ASE) vor­stell­te. Wenn es auch zur Zeit noch in den Kin­der­schu­hen steckt und eher als Spie­le­rei an­zu­se­hen ist, so kann man damit di­rekt auf sei­nem Gerät klei­ne Scripts in Py­thon, Perl, JRuby, Lua, Be­anS­hell oder Shell schrei­ben und aus­füh­ren. So kann man, wie ge­zeigt, mit nur we­ni­gen Zei­len Code ein Pro­gramm rea­li­sie­ren, dass immer, wenn man sein Handy mit dem Bild­schirm nach unten auf den Tisch legt, den Laut­los-Mo­dus ak­ti­viert. ASE er­mög­licht dabei den Zu­griff auf große Teile der An­dro­id-API in der je­wei­li­gen Script­spra­che. Wobei diese Scripts keine ech­ten An­dro­id-Pro­gram­me er­set­zen kön­nen, zu­min­dest noch nicht. Die­ser Vor­trag war üb­ri­gens der ein­zi­ge in Eng­lisch, war aber den­noch gut zu ver­ste­hen. Die Fo­li­en der Prä­sen­ta­ti­on gibt es hier.

GTUG Munich Android Special vom 10.09.2009
(von Nils Hitze unter einer CC-Li­zenz ver­öf­fent­licht)

Nach einer Pause ging es dann wei­ter mit dem Vor­trag von Mar­kus Jun­gin­ger. Er stell­te dabei das Pro­gram­mie­ren für An­dro­id-Ge­rä­ten vor. Nach einer Ein­füh­rung in die An­dro­id-Welt er­klär­te er die Kon­zep­te in An­dro­id und ging auf das Pro­gram­mie­ren mit dem SDK ge­nau­er ein. Es gab nicht nur ein Hello World, son­dern auch ein Live Co­ding eines Twit­ter-Cli­ents, was ziem­lich ge­ni­al war. Auf Vor- und Nach­tei­le wur­den ein­ge­gan­gen und zum Schluss noch­mal auf den Punkt ge­bracht. Toll fand ich auch, dass mei­ner Mei­nung nach es für jeden etwas in­ter­es­san­tes in dem Vor­trag gab, selbst für die nicht so tech­nisch be­wan­der­ten. Für die Fo­li­en sei auf die vom ers­ten An­dro­id Spe­cial ver­wie­sen.

Zum Schluss gab es dann noch einen Vor­trag zum Thema „De­ploy­ing An­dro­id Buis­ness Ap­p­li­ca­ti­on“ von Alex­an­der Illg, die­ses mal nicht von tech­ni­scher, son­dern eher un­ter­neh­me­ri­scher Sicht aus. Er brach­te sehr in­ter­es­san­te As­pek­te auf. So wäre An­dro­id eine al­ter­na­ti­ve zu Win­dows Mo­bi­le und würde ei­ni­ge Vor­tei­le mit sich brin­gen. iPho­nes hin­ge­gen sind für fir­men­spe­zi­fi­sche Soft­ware voll­kom­men un­ge­eig­net. Pro­ble­me, wie das Hand­ha­ben und Ak­tua­li­sie­ren von gro­ßen Da­ten­ban­ken, Ver­tei­len der Fir­men­soft­ware und Up­dates die­ser auf den End­ge­rä­ten wur­den auf­ge­zählt und im Zu­sam­men­hang mit ver­schie­de­nen Platt­for­men er­läu­tert. Die­ser As­pekt war für mich per­sön­lich voll­kom­men un­be­kannt, es liegt aber auf der Hand, dass An­dro­id durch seine Of­fen­heit und frei­en Li­zenz hier durch­aus in­ter­es­sant wird. Fo­li­en sind keine Ver­füg­bar.

Zwi­schen­durch und da­nach gab es immer wie­der die Mög­lich­keit un­ter­ein­an­der zu reden und Kon­tak­te zu knüp­fen. Für Essen und Trin­ken war auch ge­sorgt, es gab ein Dall­mayr-Häpp­chen und Ge­trän­ke und Snacks aus dem Goog­le-Re­ser­voir. Sehr um­fang­reich, damit hätte ich eher nicht ge­rech­net. Nicht zu ver­ges­sen war auch das spe­zi­el­le Am­bi­en­te von Goog­le. Von den Toi­let­ten bis zum Mit­ar­bei­ter-Buf­fet hat alles einen Goog­le-Touch. Auch ein Ki­cker sowie di­ver­se Spiel­kon­so­len stan­den zur Ver­fü­gung. Vie­len Dank für alles. :-)

Kurze Notiz: Beim Ge­ri­com Mas­ter­pie­ce Ra­de­on 2440 han­delt es sich um ein Note­book des Mo­dell­typs G732, wie man dem BIOS kurz nach dem Start ent­neh­men kann. Sup­port-Da­tei­en gibt es bei den Down­loads von Ge­ri­com. Her­ge­stellt wurde es von ECS und war bei ver­schie­de­nen Fir­men in der Pro­dukt­pa­let­te. Au­ßer­dem fin­den sich auf der „G732 Note­book Info Page“ wei­te­re In­for­ma­tio­nen rund um das Mo­dell sowie Down­loads. Au­ßer­dem wird be­schrie­ben wie man das Gerät öff­net und man den immer lau­fen­den Gra­fik­kar­ten- und Chip­satz-Lüf­ter an die Strom­zu­führ des CPU-Lüf­ters hängt, so dass die­ser wie der CPU-Lüf­ter re­gu­liert wird. In­wie­fern da­durch das Ri­si­ko einer Über­hit­zung be­steht weiß ich nicht.

Als im Blog virtualpixel.​de fröh­lich ver­kün­det wurde, das nächs­te Apple iTu­nes sei mit Un­ter­stüt­zung für das Be­triebs­sys­tems Linux ge­plant, wurde fast ver­ges­sen, dass es sich um den erste April han­del­te. Auf­grund des vie­len Feed­back wurde am Tag da­nach eine Um­fra­ge durch­ge­führt, aus der sich ergab, dass etwas we­ni­ger als die Hälf­te sich kein iTu­nes für Linux woll­ten, wäh­rend die An­de­ren eine sol­che Ver­si­on be­grüßt hätte. Und jetzt weiß ich auch warum …

Ich habe schon län­ger einen iPod clas­sic, bis jetzt hatte ich ein­fach meine schon von einem iPod photo be­ste­hen­de iTu­nes-In­stal­la­ti­on unter Win­dows wei­ter ver­wen­det. Doch vor kur­zem habe ich nur noch Linux auf der Fest­plat­te. Und so muss ich mich lang­sam mal nach einem guten Mu­sik-All­roun­der unter Linux um­se­hen. Denn neben Radio, was ich zur Zeit sehr viel höre, möch­te ich auch mal wie­der meine Musik selbst be­stim­men kön­nen und Pod­casts auch ab­seits des Com­pu­ters hören.

Meine An­for­de­run­gen an ein ge­eig­ne­tes Pro­gramm sind zwar nicht klein, doch ei­gent­lich nicht au­ßer­ge­wöhn­lich:

  • selbst or­ga­ni­sie­ren­de Mu­sik­bi­blio­thek
  • Pod­casts
  • even­tu­ell Vi­deo­sup­port
  • iPod-Syn­chro­ni­sa­ti­on

Nun ja, so groß ist die Aus­wahl lei­der nicht. Für mich kamen al­lein vom ers­ten Ein­druck her nur Ama­rok, Bans­hee, Rhyth­m­box und Song­bird in Frage.

Ama­rok ist sehr mäch­tig, scheint mir aber ei­gent­lich schon zu über­la­den und au­ßer­dem ge­fällt mir die ak­tu­el­le Ober­flä­che von Ama­rok 2 nicht. Rhyth­m­box scheint keine Vi­de­os zu un­ter­stüt­zen und mit au­to­ma­ti­scher Ord­ner­struk­tur (Ord­ner für jeden In­ter­pre­ten, darin dann Ord­ner für die je­wei­li­gen Alben, die dann die Mu­sik­da­tei­en ent­hal­ten) sieht es auch nicht so gut aus. Und Song­bird ist ja ganz nett, al­ler­dings scheint man das Phä­no­men „Pod­cast“ ganz ver­ges­sen zu haben. Pod­casts als au­to­ma­ti­sche Wie­der­ga­be­lis­ten ein­zu­bin­den ist zu­min­dest nicht sehr kom­for­ta­bel. Video wird auch noch nicht un­ter­stützt.

Bleibt also noch Bans­hee, das Pro­gramm macht auch op­tisch auf den Screen­shots einen ge­lun­ge­nen Ein­druck, un­ter­stützt Vi­de­os und Pod­casts eben­so wie iPods und bringt eine selbst struk­tu­rie­ren­de Mu­sik­bi­blio­thek mit. Toll! Bin ge­ra­de dabei die alten Mu­si­k­ord­ner zu im­por­tie­ren. Ob alles ge­klappt habt werde ich dann dem­nächst be­rich­ten.

Den­noch eins ist be­reits jetzt klar: An iTu­nes reicht das Pro­gramm auch nicht heran. Viel­leicht hat es hier und da seine Vor­tei­le, aber z.B. die Pod­cas­t­un­ter­stüt­zung ist doch meist recht mager.

Kann man unter App­les Pro­gramm doch für jeden Feed ei­ge­ne Lö­sch­re­geln fest­le­gen. Macht auch durch­aus Sinn, so kann man je­weils nur die ak­tu­ells­te Ta­ges­nach­rich­ten auf den Rech­ner be­hal­ten, wäh­rend man von sei­ner Lieb­lings­sen­dung keine Folge aus­las­sen möch­te und diese erst nach voll­stän­di­gem An­se­hen ge­löscht wer­den soll. Ach und das Hör­spiel, bei dem die je­weils ak­tu­ells­te Folge kos­ten­los per Pod­cast abon­niert wer­den kann, soll am bes­ten für immer be­hal­ten wer­den.

Auch nicht zu ver­ges­sen, dass man unter iTu­nes schön per Mar­kie­rung re­geln kann, wel­che Titel aus der Bi­blio­thek nun wirk­lich auf den iPod sol­len. Gut, das lässt sich wahr­schein­lich auch in Bans­hee per Wie­der­ga­be­lis­te lösen.

Viel­leicht soll­te man Musik, Video und Pod­casts auch auf­spal­ten, se­pe­ra­te Pro­gram­me, die auch den iPod un­tertüt­zen, schei­nen teil­wei­se in ihrem Ge­biet etwas aus­ge­reif­ter. Ich bin also noch wei­ter­hin auf der Suche nach einen Pro­gramm, dass als Ge­samt­pa­ket iTu­nes end­lich mal das Was­ser rei­chen kann. Viel­leicht hat hier ja je­mand einen guten Tipp für mich.

Lange wuss­te ich gar nicht, dass mein Note­book Acer Aspi­re 1692 WLMi eine LED zur Be­nach­rich­ti­gung bei neuen E-Mails hat. Unter Win­dows gab es nie eine Op­ti­on dafür, an­schei­nend geht das nur über ir­gend­ein mit­tel­mä­ßi­ges Acer-Tool, mit In­te­gra­ti­on in ein E-Mail-Pro­gramm sieht es da eher schlecht aus.

Im letz­ten Jahr viel mir dann mal auf, dass die Gra­fik auf dem E-Mail-Hot­key eine an­de­re Farbe hat als die der an­de­ren Tas­ten und bei ge­naue­rem be­trach­ten könn­te es ein halb­trans­pa­ren­tes Plas­tik sein mit einem Licht da­hin­ter. Das haben dann meine Re­cher­chen auch er­ge­ben. Doch wie man diese an­spricht wuss­te ich nicht.

Heute habe ich mich noch­mal mit dem Thema aus­ein­an­der­ge­setzt, es geht ziem­lich ein­fach.

sudo modprobe acerhk               # lädt das Kernelmodul
echo 1 > /proc/driver/acerhk/led   # Mail-LED an (Blinken)
echo 0 > /proc/driver/acerhk/led   # Mail-LED aus

Sehr ver­brei­tet scheint aber all­ge­mein der Ein­satz von Mail-LEDs nicht zu sein. Zwar haben viele Note­books eine sol­che, aber sie wird von den meis­ten Pro­gram­men nicht un­ter­stützt. Für Mo­zil­la Thun­der­bird und Pidgin gibt es aber je­weils ein Plu­gin, zwar für die Asus- oder IBM-ACPI, aber die die las­sen sich ja dank des Open-Sour­ce-Prin­zips be­stimmt leicht an­pas­sen.

Es ist ei­gent­lich un­glaub­lich, aber bei der Te­le­kom lei­der war: Lasst bloß die Fin­ger von neuen Firm­ware-Ver­sio­nen, es sei denn sie ist schon län­ger Ver­füg­bar und es sind wirk­lich kei­ner­lei Pro­ble­me be­kannt. Und stellt bloß die „Au­to­ma­ti­sche Kon­fi­gu­ra­ti­on“ ab, hin­ter die­ser Funk­ti­on ver­steckt sich näm­lich unter an­de­rem ein au­to­ma­ti­sches Ak­tua­li­sie­ren der Be­triebs­soft­ware. Mal ab­ge­se­hen davon, dass es schlicht­weg eine Si­cher­heits­lü­cke ist, wenn man sei­nen Rou­ter fern­steu­ern lässt.

Nach­dem lange nur die be­reits vor­in­stal­lier­te Firm­ware-Ver­si­on 65.04.58 ver­füg­bar war, ver­öf­fent­lich­te die Te­le­kom ir­gend­wann 65.04.71. Schon die 65.04.70 ver­spricht eine bes­se­re DECT-Ba­sis, DSL-Op­ti­mie­rung, UMTS-Sticks und eine kor­ri­gier­te We­bo­b­er­flä­che, bringt aber an­schei­nend Pro­ble­me mit der Up­date­ge­schwin­dig­keit mit sich. Könn­te ja in der 71er be­ho­ben sein, also gleich in­stal­liert. Zu­erst gab es keine Pro­ble­me, al­ler­dings wird schnell das WLAN in­sta­bil und bricht mehr­mals am Tag zu­sam­men.

Des­we­gen habe ich mich jetzt im Netz kun­dig ge­macht. Ein Down­gra­de ist ja nicht ge­ra­de ein­fach, das Ein­spie­len über die We­bo­b­er­flä­che wird ab­ge­lehnt. Es gibt nun zwei Wege. Ent­we­der macht man es um­ständ­lich, muss sich im rich­ti­gen Mo­ment beim Star­ten des Rou­ters per FTP an­mel­den und eine Tel­net-Ver­bin­dung auf­bau­en, Da­tei­en aus dem Image der alten Firm­ware, die man zu­erst auf­trei­ben muss, ko­pie­ren und Be­feh­le aus­füh­ren. Oder aber man fin­det die Datei Speed­por­t_W_920V.​AnnexB.​04.​58.​recover-image.​exe. Diese muss man le­dig­lich unter Win­dows aus­füh­ren und den An­wei­sun­gen fol­gen. Ein­stel­lun­gen gehen na­tür­lich beim Down­gra­de ver­lo­ren und kön­nen auch nicht aus Si­che­rungs­da­tei­en der vor­he­ri­gen hö­he­ren Ver­si­on über­nom­men wer­den.

Es ist auch nicht das erste mal, dass ich bes­ser bei einer äl­te­ren Ver­si­on ge­blie­ben wäre. Schon bei dem alten Rou­ter T-Si­nus 154 DSL hatte ich Pro­ble­me mit der letz­ten Firm­ware. Al­ter­na­tiv könn­te man beim Speed­port auch eine an­ge­pass­te Fritz­box-Firm­ware in­stal­lie­ren, doch scheint mir dass ein wenig feh­ler­an­fäl­li­ger und zu auf­wän­dig, schließ­lich be­ste­hen bei uns keine gro­ßen An­for­de­run­gen an das Gerät. Aber auf ein Aus­bes­sern sei­tens der Te­le­kom, dar­auf kann man noch lange war­ten …

Wer wirk­lich si­cher gehen will, dass Daten nicht wie­der her­zu­stel­len sind, darf sie nicht ein­fach lö­schen. In die­sem Fall wer­den die Da­ten­blö­cke auf der Fest­plat­te zwar als ge­löscht mar­kiert, aber vor­han­den sind sie immer noch. Des­we­gen müs­sen die Daten nicht nur ge­löscht, son­dern auch über­schrie­ben wer­den, um ein mög­li­che Re­kon­struk­ti­on der Daten aus­zu­schlie­ßen.

Seit lan­gem hält sich der My­thos, dass man nur durch mehr­ma­li­gen Über­schrei­ben mit zu­fäl­li­gen Zei­chen­ket­ten si­cher gehen kann. Am bes­ten 35 mal, sie­ben mal sind auch in Ord­nung, min­des­tens aber drei mal über­schrei­ben, so lau­ten die An­ga­ben. Doch ei­gent­lich würde ein ein­zi­ges mal Über­schrei­ben mit Nul­len auch aus­rei­chen, zu­min­dest bei neue­ren Fest­plat­ten. Hin­ter­grund ist wohl, dass sehr alte Ge­rä­te noch zu un­prä­zi­se waren, so dass beim Be­schrei­ben die Bits nicht nur dort lan­de­ten, wo sie hin soll­ten. Bei allen mo­der­ne­ren Fest­plat­ten soll­te dies aber kein Pro­blem mehr sein.

Fo­ren­sik­ex­per­te Craig Wright woll­te end­lich mit die­ser Le­gen­de auf­räu­men. In einer wis­sen­schaft­li­chen Un­ter­su­chung über­schrieb er Fest­plat­ten und ver­such­te die Daten an­schlie­ßend mit dem Elek­tro­nen­mi­kro­skop wie­der her­zu­stel­len. Doch egal ob ur­al­te oder neue Mo­del­le, die Wahr­schein­lich­keit geht gegen Null bei nur ein­ma­li­ger Über­schrei­bung. Ein Bit kann noch zu 56 % kor­rekt re­kon­stru­iert wer­den, doch schon bei einem Byte (be­ste­hend aus acht Bit) sind es nur noch 0,97 %.

Trotz­dem hal­ten sich die aus Dis­ket­ten-Zei­ten stam­men­den Stan­dards bei An­bie­tern von Da­ten­lösch­pro­gram­men und bei den An­lei­tun­gen im In­ter­net. 35-fa­ches Über­schrei­ben be­deu­tet aber ein­fach mehr Auf­wand, also mehr Kos­ten für et­wai­ge Dienst­leis­tun­gen, aber auch ein­fach ein hö­he­res Si­cher­heits­ge­fühl. Wer die Zeit hat, kann ruhig mehr­fach über­schrei­ben, vor allem bei grö­ße­ren Fest­plat­ten­ka­pa­zi­tä­ten wird diese Er­kennt­nis aber in­ter­es­sant. Viel wich­ti­ger je­doch ist, dass man wirk­lich alle Ver­sio­nen der Datei er­wischt, wel­che sich in tem­po­rä­ren Spei­cher­or­ten und Da­ten­si­che­run­gen so tum­meln.

Trinloc insolvent

17. Januar 2009

Die Firma Trin­loc, die auf Ge­rä­te für di­gi­ta­les Radio (DAB) und wei­te­re di­gi­ta­le Sen­de­tech­no­lo­gi­en spe­zia­li­siert ist, hat wohl am 1. De­zem­ber 2008 In­sol­venz an­ge­mel­det und ist laut ei­ge­ner Aus­sa­ge Opfer der Fi­nanz­kri­se ge­wor­den. Be­trof­fen davon ist auch der Shop my-ambient.​de. Die Web­sei­ten sind jetzt tot bzw. zei­gen ein lee­res Bild. Die Seite des hun­dert­pro­zen­ti­gen Toch­ter­un­ter­neh­mens mi­cro­dig sowie die des aus­län­di­schen Ver­trie­bes dabshop24, mit teil­wei­se stark re­du­zier­ten An­ge­bo­ten, sind al­ler­dings wei­ter­hin er­reich­bar.

Scha­de ei­gent­lich, brach­te das Un­ter­neh­men doch vor we­ni­gen Mo­na­ten erst eine neue Ver­si­on des Sin­fo­nie-Ra­di­os, was nun mehr Funk­tio­nen bringt und en­er­gie­spa­ren­der ist, her­aus und bat zu­letzt unter dem Namen „cult 2009″ die Mög­lich­keit, ge­bran­de­te Ra­di­os nach ei­ge­nen Wunsch für Groß­kun­den zu pro­du­zie­ren.

Ich selbst be­sit­ze schon seit meh­re­ren Jah­ren ein Di­gi­tal­ra­dio von trin­loc und bin ei­gent­lich recht zu­frie­den damit. Der Sup­port bot sogar an für 30 Euro das Gerät auf DAB+ um­zu­rüs­ten, al­ler­dings ist der Stan­dard in Deutsch­land noch nicht im Ein­satz und zu­min­dest von der ARD aus auch nicht ge­plant.

Kri­ti­siert wurde in c‘t-TV al­ler­dings, dass der Trin­loc-Shop nach dem 1. De­zem­ber erst ein­mal wei­ter­hin seine Pro­duk­te zum Ver­kauf anbot, ob­wohl die­ser nicht mehr lie­fern konn­te und au­ßer­dem nicht mehr auf Be­schwer­den re­agier­te. Ob es legal ist bei einem On­line-Ver­kauf einen An­trag auf In­sol­venz zu ver­schwei­gen ist je­doch un­klar.

Datenträgertarnung

1. Dezember 2008

In Zei­ten in denen man nie si­cher genug sein kann, das seine Daten si­cher sind, ver­sucht sich das Pa­ra­noia­Pro­ject wei­te­re Mög­lich­kei­ten seine Daten zu schüt­zen.

So kam man dort auf die Idee, seine Fest­plat­te in ein Buch ein­zu­bau­en und diese durch eine Aus­spar­tung per USB mit dem Com­pu­ter zu ver­bin­den, so dass man den Da­ten­trä­ger unter den an­de­ren Bü­chern ver­ste­cken kann. Eine an­de­re Idee, wel­che al­ler­dings noch nicht um­ge­setzt wurde ist einen Toas­ter so um­zu­bau­en, dass man die Fest­plat­te wie ein Toast­brot ein­fah­ren kann.

Ist ja ganz nett, aber vor was soll das schüt­zen? Ver­schlüs­seln kann man doch so­wie­so (sogar so, dass es nicht auf­fällt) und wer denkt bei einer Haus­durch­su­chung oder einem Ein­bruch nicht daran, dass man in einem Buch CDs oder sonst was ver­ste­cken könn­te, eine ganze Fest­plat­te ist sogar sehr viel auf­fäl­li­ger. Also ei­gent­lich nur noch pa­ra­no­id. ;-)

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