Dieses Blog ist tot

11. März 2012

Der letz­te Blog­ein­trag ist über ein Jahr her. Täg­lich noch bis zu 50 Be­nut­zer mit 3500 Pa­ge­views im Monat. Doch die be­such­ten Ar­ti­kel sind immer die Glei­chen.

Ich werde die­sen Blog nicht mehr fort­set­zen. Nicht nur meine the­ma­ti­schen Schwer­punk­te haben sich ge­än­dert, auch die Spra­che wird zu­künf­tig eine an­de­re sein und ich werde eine an­de­re Blog­ging-Soft­ware ver­wen­den.

Die­ser Blog wird al­ler­dings so­weit mög­lich noch ei­ni­ge Zeit ver­füg­bar blei­ben. Dazu werde ich die Word­Press-In­stal­la­ti­on in sta­ti­sche Sei­ten kon­ver­tie­ren, somit ent­steht kein War­tungs­auf­wand und zu­künf­ti­ge Um­zü­ge ge­stal­ten sich umso ein­fa­cher.

Die High­lights, zu­min­dest sagen das die Zu­griffs­zah­len, sind üb­ri­gens die Ar­ti­kel „CD-Hül­le ohne Kle­ber fal­ten“ und „Ei­ge­ne Hand­schrift als Schrift­art er­stel­len“.

Seit dem Up­grade auf Ubu­ntu 10.10 sieht man auf dem HP Envy 14-1010eg nur einen schwar­zen Bild­schirm. Es ist nichts wirk­lich schief ge­lau­fen, le­dig­lich die Hel­lig­keit geht beim Star­ten ver­lo­ren und steht auf 0 Pro­zent, wahr­schein­lich ein Trei­ber­pro­blem.

Fol­gen­des Shell-Script spei­chert beim Her­un­ter­fah­ren die ein­ge­stell­te Hel­lig­keit und stellt sie beim Star­ten wie­der her, dazu muss es le­dig­lich wie an­ge­ge­ben in­stal­liert wer­den.

#!/bin/sh
### BEGIN INIT INFO
# Provides:          backlight-set
# Required-Start:    $remote_fs
# Required-Stop:     $remote_fs
# Default-Start:     2 3 4 5
# Default-Stop:      0 1 6
# Short-Description: Restore backlight level at boot
# Description:       Save and restore backlight level for HP Envy 14
### END INIT INFO
# Installation: sudo mv backlight-set /etc/init.d/ && sudo chmod +x /etc/init.d/backlight-set && sudo update-rc.d backlight-set defaults

proc=/proc/acpi/video/GFX0/DD02/brightness

case "$1" in
    start)
        HOME=/root cat /root/.backlight > $proc
        ;;
    restart|reload|force-reload)
        echo "Error: argument '$1' not supported" >&2
        exit 3
        ;;
    stop)
        HOME=/root cat $proc | grep current | awk '{print $2}' \
         > /root/.backlight
        ;;
    *)
        echo "Usage: $0 start|stop" >&2
        exit 3
        ;;
esac

exit 0

Bei einem voll­ver­schlüs­sel­ten Sys­tem kann das Script erst nach dem Ein­hän­gen der Root-Par­ti­ti­on aus­ge­führt wer­den, also nach der Pass­wort­ein­ga­be. Diese lässt sich aber oh­ne­hin ohne Dis­play tä­ti­gen.

Goog­le fei­ert auf ihrer Start­sei­te den 30. Ge­burts­tag von Pac-Man (am 22. Mai 1980 ver­öf­fent­licht). Doch statt wie sonst eine Gra­fik als „Goog­le Dood­le“ ein­zu­bin­den, be­fin­det sich heute ein spiel­ba­res Brow­ser­spiel an der Stel­le des nor­ma­len Goog­le-Lo­gos, na­tür­lich nicht ohne den Goog­le-Schrift­zug zu über­neh­men. Ge­spielt wird mit den Pfeil­tas­ten der Tas­ta­tur, al­ter­na­tiv kann man in die je­wei­li­ge Rich­tung auf der Gra­fik kli­cken. Ge­star­tet wird das Spiel mit einem Klick auf die Schalt­flä­che „Münze ein­wer­fen“, wel­che unter dem Namen „Auf gut Glück!“ eine etwas an­de­re Funk­ti­on bie­tet. Zwei­ma­li­ges Mün­zen ein­wer­fen ak­ti­viert üb­ri­gens den Zwei­spie­ler-Mo­dus (Tas­ten: WASD). Erst wenn man alle drei Leben ver­lo­ren hat, wird man auf die für ein Dood­le ty­pi­sche ver­link­te Such­an­fra­ge wei­ter­ge­lei­tet. Er­wäh­nens­wert ist noch, dass das Spiel voll­stän­dig mit HTML, Ja­va­script und Can­vas um­ge­setzt wurde, also zu­min­dest in mo­der­nen Brow­sern lau­fen soll­te. Viel Spaß beim Spie­len! ;-)

„OK Go – This Too Shall Pass – Rube Gold­berg Ma­chi­ne ver­si­on“ auf YouTube

Logo des mobiledevcamps 2009Wie­der ist ein Bar­Camp vor­bei, die­ses mal das mo­bi­le­de­v­camp Mu­nich 2009, wel­ches am 31. Ok­to­ber 2009 beim deut­schen Fir­men­sitz von Intel ver­an­stal­te­tet wurde. Und rich­tig, die­ses mal ging es um ein spe­zi­el­les Thema, näm­lich der Ent­wick­lung von Ap­pli­ka­tio­nen für mo­bi­le End­ge­rä­te. Doch auch wer nicht aktiv An­wen­dun­gen für die­sen Zweck ent­wi­ckelt, war dort gut auf­ge­ho­ben. Denn die Talks waren gut ver­ständ­lich und nicht allzu spe­zi­ell, so dass man die Ver­an­stal­tung auch als einen Blick über den ei­ge­nen Tel­ler­rand nut­zen konn­te.


„Mo­bi­le Dev Camp“ auf Vimeo

Los ging es mit einem Früh­stück in der ge­räu­mi­gen In­tel-Kan­ti­ne. Dies­mal muss­te man sich nicht ein­mal seine Bröt­chen sel­ber ma­chen, denn das über­nahm schon das Kü­chen­per­so­nal. Zu­sätz­lich herrsch­te ein leicht ame­ri­ka­ni­scher Flair. Da­nach gab es die für Bar­Camps üb­li­che Vor­stel­lungs­run­de, eine kurze Ein­füh­rung und an­schlie­ßen­de Pla­nung der Ses­si­ons.

Panorama der Intel-Kantine
(von umpcportal.​com unter einer CC-Li­zenz ver­öf­fent­licht)

Ich habe mir dann erst­mal einen Vor­trag von Ste­fan Zaun­seder und Chris­ti­an Schil­cher, beide vom GIS­CAD-In­sti­tut, an­ge­hört. Dabei ging es um „Ver­gleich der Per­for­mance na­ti­ver und Brow­ser-ba­sier­ter Im­ple­men­ta­tio­nen für Smart­pho­nes am Bei­spiel der Vi­sua­li­sie­rung von Vek­tor­gra­phi­ken (für ein Geo­in­for­ma­ti­ons­sys­tem)“. Am bes­ten schnitt letzt­end­lich Can­vas, eine Zei­chen­me­tho­de, die di­rekt in den mo­bi­len Brow­sern läuft, ab. SVG hin­ge­gen kam mit den rie­si­gen Da­ten­men­gen nicht so gut zu recht und pro­du­zier­te auch fal­sche Dar­stel­lun­gen.

Spä­ter fand die Vor­stel­lung der Kil­ler-Apps statt. Jeder konn­te in 60 Se­kun­den sei­nen Vor­schlag prä­sen­tie­ren, wie man sich eine Kil­lerapp für sein Net­book vor­stellt, die mög­lichst auf die mo­bi­len Um­stän­de ein­geht. Intel braucht etwas Coo­les für sei­nen ge­plan­ten Apps­to­re für Net­books. Zu ge­win­nen gab es dann für die bes­ten zwei Vor­schlä­ge je ein Net­book. Lei­der ging da rich­tig ein Kon­kur­renz­kampf los und ge­nau­er dis­ku­tiert wurde auch nicht, nur ein paar vage In­for­ma­tio­nen zum ge­plan­ten App-Store ge­ge­ben. Für jeden Nicht­ge­win­ner war es also ver­geu­de­te Zeit und ich hätte mir lie­ber einen Vor­trag zum Pu­blis­hing im An­dro­id Mar­ket an­hö­ren sol­len. Ich hätte ein ge­mein­sa­mes ent­wi­ckeln eines Kon­zep­tes oder einer Idee viel ge­lun­ge­ner Ge­fun­den, die Net­books hätte man ja auch unter den Bei­tra­gen­den ver­lo­sen kön­nen.

Da­nach be­such­te ich noch einen Vor­tag zum Thema HTML5, wel­cher sehr ge­lun­gen war. Es wurde kurz ein paar Fak­ten zu HTML 5 ge­sagt und dann ging es auch schon mit dis­ku­tie­ren und HTML5-De­mos los. Der Vor­trag war für mich nichts neues und es kam auch nichts dar­über, wie man sich als Web­de­si­gner um­stel­len muss, aber das wäre auch etwas zu aus­führ­lich. Den­noch hab ich ein paar Ideen mit­ge­nom­men und das ein oder an­de­re zum Aus­pro­bie­ren zu Hause ge­fun­den.

Als letz­ten Vor­trag hörte ich mir Mar­kus Jun­gin­ger von green­ro­bot zum Thema „Cross­plat­form De­ve­lop­ment Mo­bi­le“ mit Hilfe von Web­tech­no­lo­gi­en, also HTML, CSS und Ja­va­Script an. Ein span­nen­des Thema, in­ter­es­sant auch, dass man den­noch Pro­gramm­tei­le nativ für die je­wei­li­ge Platt­form pro­gram­mie­ren kann und diese dann durch eine Bridge in Ja­va­Script mit der Web-An­wen­dung ver­bun­den sind (wobei selbst­ver­ständ­lich nicht immer eine In­ter­net­ver­bin­dung not­wen­dig ist). Im be­son­de­ren ging er auf Pho­ne­Gap ein, als Al­ter­na­ti­ve sei noch Ti­ta­ni­um ge­nannt.

An­schlie­ßend gab es eine klei­ne Feed­back­run­de und es wur­den noch ein paar Ta­schen und Bü­cher unter denen ver­lost, die flei­ßig get­wit­tert haben. Ich habe na­tür­lich prompt was ge­won­nen. :-) Mir hat es gut ge­fal­len, es war per­fekt or­ga­ni­siert und da­durch, dass es ein re­la­tiv klei­nes Bar­Camp (we­ni­ger als 100 Leute) im Ver­gleich zum Bar­Camp Mu­nich 2009 war auch nicht zu an­onym und un­über­sicht­lich. Die Lo­ca­ti­on Intel samt Essen war auch per­fekt und es war ein­fach in­ter­es­sant bei Intel Gast zu sein.

Wei­te­re Infos zum mo­bi­le­de­v­camp gibt es hier und im Wiki fin­det man noch­mal eine Be­schrei­bung der meis­ten ge­hal­te­nen Ses­si­sons.

Logo des BarCamp Munich 2009 Letz­tes Wo­chen­en­de, also am 13. und 14. Ok­to­ber, fand das Bar­Camp Mu­nich 2009 statt. Ort war das Pres­se­zen­trum West auf dem Mes­se­ge­län­de Mün­chen. Also genau dort, wo auch an­schlie­ßend die dis­cuss & dis­co­ver (als Nach­fol­ger der Fach­mes­se Sys­tems) statt­fand.

Es war mein ers­tes Bar­Camp und weil die­ses Kon­zept noch nicht so sehr be­kannt ist, hier eine kurze Er­klä­rung. Ein Bar­Camp ist eine Un­kon­fe­renz, also be­wusst keine klas­si­sche lang ge­plan­te Kon­fe­renz, son­dern die The­men selbst wer­den erst auf dem Bar­Camp fest­ge­legt und es gibt auch keine Tren­nung zwi­schen Zu­hö­rer und Vor­tra­gen­den. Ei­gent­lich soll­te sich auch jeder in ir­gend­ei­ner Art und Weise ein­brin­gen, sei es auch nur als Hel­fer. Es kann jeder Ses­si­ons vor­schla­gen und hal­ten, je nach In­ter­es­se wird so dann ein Ab­lauf­plan fest­ge­legt. Aber auch die Ses­si­ons selbst kön­nen durch­aus in eine Ge­sprächs­run­de oder Dis­kus­si­on ab­wan­dern, nicht zwin­gend muss der Vor­tra­gen­de sich mit dem Thema be­son­ders gut aus­ken­nen.

Es ging also in aller Früh erst­mal mit einem Früh­stück los. Man trifft zwangs­wei­se auf Ge­sprächs­part­nern, kann die ein oder an­de­ren ge­spon­ser­ten Le­bens­mit­tel aus­pro­bie­ren und Kon­tak­te knüp­fen. An­schlie­ßend be­ginnt die Vor­stel­lungs­run­de, jeder sagt kurz sei­nen Namen, even­tu­ell sei­nen Twit­ter-Na­men und drei Tags, die ihn sei­ner Mei­nung nach be­schrei­ben. An­ders wäre das bei 300 Be­su­chern auch nicht zu be­wäl­ti­gen. An­schlie­ßend gehen die Leute, die eine Ses­si­on hal­ten wol­len nach Vorne, stel­len ihr Thema kurz vor und Fra­gen nach In­ter­es­sen­ten. So kann dann ent­schie­den wer­den, ob und in wel­chen Raum (wel­cher Größe) sowie in wel­chem Zeit­fens­ter dann die Ses­si­on statt­fin­det. An­schlie­ßend geht es los und jeder geht zu den Ses­si­ons, wo er ge­ra­de hin will. Ge­fällt einem ein Thema doch nicht, kann man auch ruhig bei einem an­de­ren Raum vor­bei­schau­en, ohne schief an­ge­se­hen zu wer­den.

Beim Bar­Camp Mu­nich gab es na­tür­lich keine The­men­vor­ga­be, den­noch war, da Bar­Camps ja so­zu­sa­gen über In­ter­net or­ga­ni­siert wer­den, doch eine ge­wis­se tech­ni­sche Aus­rich­tung, aber auch The­men wie Selbst­ma­nage­ment, Me­mo­tech­nik, Star­tups oder auch Zau­bern kamen nicht zu kurz.

Fi­nan­ziert wird dass ganze vor allem durch Spon­so­ren. Diese ma­chen dann dem­entspre­chend etwas Mar­ke­ting und spen­den ein paar Pro­duk­te oder stel­len es an einem klei­nen Stand vor. Bei einem Ge­winn­spiel hab ich dann auch gleich mal ein Poken ge­won­nen. :-)

Wirk­lich eine spann­den­de Ver­an­stall­tungs­kon­zept, es waren spann­den­de The­man dabei und mei­ner Mei­nung nach hat alles gut ge­klappt. Ein biss­chen mehr Hel­fer hät­ten nicht ge­scha­det, aber an­sons­ten alles ok. Was ich mir al­ler­dings noch wün­schen würde wäre ein Auf­zeich­nungs­sys­tem und dass nach den Prä­sen­ta­tio­nen noch­mal alle Fo­li­en ge­sam­melt wer­den. Denn wie es so ist, gab es viele span­nen­de The­men und man konn­te sich lei­der nicht alle an­hö­ren.

GTUG Munich Android Special

13. September 2009

GTUG-LogoAm 10. Sep­tem­ber 2009 wurde von der Goog­le Tech­no­lo­gy User Group Mu­nich noch­mal ein An­dro­id Spe­cial in der Kan­ti­ne von Goog­le Mün­chen ver­an­stal­tet. Beim vor­aus­ge­gan­ge­nen Spe­cial war das In­ter­es­se sehr hoch, es war ge­ra­de­zu über­füllt, lei­der war das die­ses mal nicht der Fall, es fehl­ten dies­mal sogar ei­ni­ge Be­su­cher. Den­noch gab es drei Vor­trä­ge zum Thema An­dro­id, dem Smart­pho­ne-Be­triebs­sys­tem von Goog­le, zu hören, wel­che alle sehr ge­lun­gen und in­for­ma­tiv waren.

Los ging es mit Damon Koh­ler, wel­cher sein Pro­jekt An­dro­id Scrip­t­ing En­vi­ron­ment (ASE) vor­stell­te. Wenn es auch zur Zeit noch in den Kin­der­schu­hen steckt und eher als Spie­le­rei an­zu­se­hen ist, so kann man damit di­rekt auf sei­nem Gerät klei­ne Scripts in Py­thon, Perl, JRuby, Lua, Be­anS­hell oder Shell schrei­ben und aus­füh­ren. So kann man, wie ge­zeigt, mit nur we­ni­gen Zei­len Code ein Pro­gramm rea­li­sie­ren, dass immer, wenn man sein Handy mit dem Bild­schirm nach unten auf den Tisch legt, den Laut­los-Mo­dus ak­ti­viert. ASE er­mög­licht dabei den Zu­griff auf große Teile der An­dro­id-API in der je­wei­li­gen Script­spra­che. Wobei diese Scripts keine ech­ten An­dro­id-Pro­gram­me er­set­zen kön­nen, zu­min­dest noch nicht. Die­ser Vor­trag war üb­ri­gens der ein­zi­ge in Eng­lisch, war aber den­noch gut zu ver­ste­hen. Die Fo­li­en der Prä­sen­ta­ti­on gibt es hier.

GTUG Munich Android Special vom 10.09.2009
(von Nils Hitze unter einer CC-Li­zenz ver­öf­fent­licht)

Nach einer Pause ging es dann wei­ter mit dem Vor­trag von Mar­kus Jun­gin­ger. Er stell­te dabei das Pro­gram­mie­ren für An­dro­id-Ge­rä­ten vor. Nach einer Ein­füh­rung in die An­dro­id-Welt er­klär­te er die Kon­zep­te in An­dro­id und ging auf das Pro­gram­mie­ren mit dem SDK ge­nau­er ein. Es gab nicht nur ein Hello World, son­dern auch ein Live Co­ding eines Twit­ter-Cli­ents, was ziem­lich ge­ni­al war. Auf Vor- und Nach­tei­le wur­den ein­ge­gan­gen und zum Schluss noch­mal auf den Punkt ge­bracht. Toll fand ich auch, dass mei­ner Mei­nung nach es für jeden etwas in­ter­es­san­tes in dem Vor­trag gab, selbst für die nicht so tech­nisch be­wan­der­ten. Für die Fo­li­en sei auf die vom ers­ten An­dro­id Spe­cial ver­wie­sen.

Zum Schluss gab es dann noch einen Vor­trag zum Thema „De­ploy­ing An­dro­id Buis­ness Ap­p­li­ca­ti­on“ von Alex­an­der Illg, die­ses mal nicht von tech­ni­scher, son­dern eher un­ter­neh­me­ri­scher Sicht aus. Er brach­te sehr in­ter­es­san­te As­pek­te auf. So wäre An­dro­id eine al­ter­na­ti­ve zu Win­dows Mo­bi­le und würde ei­ni­ge Vor­tei­le mit sich brin­gen. iPho­nes hin­ge­gen sind für fir­men­spe­zi­fi­sche Soft­ware voll­kom­men un­ge­eig­net. Pro­ble­me, wie das Hand­ha­ben und Ak­tua­li­sie­ren von gro­ßen Da­ten­ban­ken, Ver­tei­len der Fir­men­soft­ware und Up­dates die­ser auf den End­ge­rä­ten wur­den auf­ge­zählt und im Zu­sam­men­hang mit ver­schie­de­nen Platt­for­men er­läu­tert. Die­ser As­pekt war für mich per­sön­lich voll­kom­men un­be­kannt, es liegt aber auf der Hand, dass An­dro­id durch seine Of­fen­heit und frei­en Li­zenz hier durch­aus in­ter­es­sant wird. Fo­li­en sind keine Ver­füg­bar.

Zwi­schen­durch und da­nach gab es immer wie­der die Mög­lich­keit un­ter­ein­an­der zu reden und Kon­tak­te zu knüp­fen. Für Essen und Trin­ken war auch ge­sorgt, es gab ein Dall­mayr-Häpp­chen und Ge­trän­ke und Snacks aus dem Goog­le-Re­ser­voir. Sehr um­fang­reich, damit hätte ich eher nicht ge­rech­net. Nicht zu ver­ges­sen war auch das spe­zi­el­le Am­bi­en­te von Goog­le. Von den Toi­let­ten bis zum Mit­ar­bei­ter-Buf­fet hat alles einen Goog­le-Touch. Auch ein Ki­cker sowie di­ver­se Spiel­kon­so­len stan­den zur Ver­fü­gung. Vie­len Dank für alles. :-)

Es ist schon er­staun­lich: Ich hätte nie ge­dacht, dass ich hier mal eine Flash-Web­sei­te vor­stel­len werde. Noch dazu wenn ich sie nicht mal rich­tig ver­ste­he. Aber die Ab­bil­dung von Drum­com­pu­tern und sons­ti­gen Tools für elek­tro­ni­sche Musik im Hob­nox Au­dio­tool sind ein­fach zu gut ge­macht und schon ziem­lich rea­lis­tisch. Auf­neh­men kann man sein Er­geb­nis dann auch noch.

Screenshot des Hobnox Audiotool

Ach üb­ri­gens: Eine Flash-An­wen­dung schon al­lein, aber die dann auch noch ein Dut­zend Au­dio-Ef­fek­te und Quel­len si­mu­lie­ren muss, ist wirk­lich ein Per­for­man­ce­di­sas­ter. Ziem­lich blöd, wenn es um Live-Si­mu­la­ti­on geht und dann die CPU ziem­lich am Limit ist. Aber egal, trotz­dem se­hens­wert.

Ei­gent­lich woll­te ich mir meine ei­ge­ne Hand­schrift als Schrift­art für den Com­pu­ter ge­ne­rie­ren. Doch beim ehe­ma­lig kos­ten­lo­sen Schrift­ge­ne­ra­tor Your­Fonts ist mitt­ler­wei­le nur noch eins kos­ten­los, näm­lich die Vor­schau wie die Schrift­art nach dem Be­zah­len aus­se­hen wird. Al­ter­na­ti­ve On­line-Diens­te, bei denen man nichts zah­len muss, gibt es nicht und 15 Euro ist mir eine mal eben ein­ge­scann­te Schrift auch nicht wert, schließ­lich weiß ich nicht mal, ob (mir) alle Zei­chen wirk­lich ge­lun­gen sind.

Naja, das wird man doch auch ir­gend­wie sel­ber ma­chen kön­nen. Geht auch, ist al­ler­dings sehr zeit­auf­wen­dig. We­nigs­tens kann man an jeden Buch­sta­ben so sehr fei­len wie man will und auch sehr viel mehr Zei­chen er­stel­len. Die Ar­beit ist nicht schwer, aber sehr mo­no­ton, man soll­te nicht nur den Zeit­auf­wand ein­pla­nen, son­dern sich am bes­ten alles gut auf­tei­len.

Die An­for­de­rung sind ge­ring, die hier ver­wen­de­te Soft­ware ist um­sonst und Open Sour­ce. Sie ist für Linux, Win­dows und Mac OS X ver­füg­bar. Au­ßer­dem braucht man nur noch einen Scan­ner. Fo­to­gra­fie­ren wäre auch mög­lich, ist aber auf­grund der Per­spek­ti­ve nicht zu emp­feh­len. Man könn­te sich auch die ers­ten Schrit­te ein­spa­ren, wenn man ein Gra­fik­ta­blett ver­wen­det und dort auch sehr gut schrei­ben kann, denn die  Buch­sta­ben müs­sen die glei­chen Pro­por­tio­nen haben und soll­ten auch alle ge­ra­de sein. Das fällt mir beim Aus­fül­len auf Pa­pier mit einem dafür aus­ge­leg­ten Ras­ter etwas ein­fa­cher.

Zu­nächst muss man alle Zei­chen auf ein wei­ßes Pa­pier schrei­ben, die man spä­ter als Schrift haben möch­te. Ich habe dazu ein­fach die Vor­la­ge von Your­Fonts ver­wen­det und nach jenen An­wei­sun­gen aus­ge­füllt. Soll­te man meh­re­re Sei­ten als Quel­le nut­zen immer die glei­che Auf­lö­sung und Grö­ßen für  beide Sei­ten ver­wen­den. An­schlie­ßend mög­lichst ge­ra­de und sau­ber ein­scan­nen.

An­schlie­ßend habe ich das die Scanns mit dem Gra­fik­pro­gramm GIMP be­ar­bei­tet, damit der Kon­trast mög­lichst hoch ist. Dazu ver­wen­de ich die das Kur­ven­werk­zeug unter „Far­ben → Kur­ven“ und passe die den Graph so an, dass eine stei­le S-Kur­ve ein we­ni­ge Zen­ti­me­ter vom rech­ten Rand ent­fernt ist.

Kontrastoptimierung

Da­nach mit dem Vek­tor­gra­fik­pro­gramm Inkscape vek­to­ri­siert („Pfad → Bit­map vek­to­ri­sie­ren“, mit ent­fern­tem Hin­ter­grund) und frei­ge­stellt, also zu­erst zer­legt („Pfad → Zer­le­gen“), un­nö­ti­ge Ele­men­te ent­fernt und da­nach wie­der die ein­zel­nen Buch­sta­ben kom­bi­niert („Pfad → Kom­bi­nie­ren“). Viele wei­te­re Sym­bo­le kann man üb­ri­gens aus dem be­reits vor­han­de­nen Ma­te­ri­al zu­sam­men­bau­en.

Freistellen in Inkscape (Screenshot)

Damit man die Buch­sta­ben an­schlie­ßend in den Schrif­te­di­tor FontFor­ge im­por­tie­ren kann, müs­sen die Buch­sta­ben je­weils in der pas­sen­den und Größe auf der rich­ti­gen Höhe als 1000 × 1000 Pixel große SVG-Da­tei ge­spei­chert wer­den. Für einen ein­fa­chen spä­te­ren Mas­sen-Im­port als „SVG Tem­pla­te“ in FontFor­ge be­nennt man die Da­tei­en gemäß ihrer Uni­code-Be­zeich­nung, bei­spiels­wei­se für das B u0042.​svg.

Am bes­ten nimmt man dazu eine Zei­chen­ta­bel­le zur Hand. Au­ßer­dem emp­fiehlt es sich erst ein­mal alle Zei­chen in eine ent­spre­chen­de SVG-Da­tei zu ko­pie­ren und in einer Reihe durch Hilfs­li­ni­en (z.B. auf den Höhen 0, 300, 675, 1000) an­ord­nen. An­schlie­ßend muss man nur noch jedes Zei­chen spei­chern und die Reihe um eins ver­schie­ben. Zum Schluss müs­sen noch­mal alle Da­tei­en ge­öff­net und alle Zei­chen außer das im Sicht­be­reich ent­fernt wer­den.

Vorgehensweise beim Speichern

Öff­net man FontFor­ge im­por­tiert man zu­erst ein­mal die SVGs (ggf. als SVG Tem­pla­te) unter „Datei → Im­por­tie­ren…“. Da­nach emp­fiehlt es sich „Me­trik →  in Brei­te zen­trie­ren“ und „Me­trik → Auto Width…“ auf alle Zei­chen an­zu­wen­den und die Schrif­t­ei­gen­schaf­ten an­zu­pas­sen. Üb­ri­gens kann man auch die Schrifts­tär­ke an­pas­sen und die Buch­sta­ben noch­mal be­ar­bei­ten. Zum Schluss ein­fach unter „Datei → Fonts her­stel­len…“ die Schrift­art z.B. als Tru­e­Ty­pe spei­chern, dabei ein­fach even­tu­el­le Hin­wei­se igno­rie­ren. Soll­te die Schrift­grö­ße nicht stim­men, ein­fach die Em-Grö­ße unter „Ele­ment → Schrift-Ei­gen­schaf­ten… → Ge­ne­ral“ ohne Ska­lie­rung an­pas­sen.

FontForge (Screenshot)

Und so ist meine Schrift ge­wor­den:
Benwrite (Beispieltext)

Auf­wen­dig, aber brauch­bar und ich kann sie je­der­zeit ver­fei­nern und er­wei­tern. Al­ler­dings dau­ert es viel län­ger als bei einem On­line­dienst und es sind Vor­kennt­nis­se im Be­reich der Gra­fik­be­ar­bei­tung, vor allem in Inkscape not­wen­dig.

Klei­ner Ein­zei­ler für die Bash zum Ge­ne­rie­ren von Pass­wör­tern durch /dev/ur­an­dom:

tr -cd -- "-._?\!+a-zA-Z0-9" < /dev/urandom | head -c 8 && echo

(via Bad­Boy_)

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