Die Geschichte klingt verrückt, doch ist sie echt. Sie handelt von einem Schüler an meiner Schule, den ich über ein paar Ecken selber kenne. Darauf gekommen bin ich erst durch einen Artikel im SZ-Magazin (Heft 20/2008) zum Thema Schulverweise, wo sein Name kurz erwähnt wird.
Es ist der Tag des Bücherflohmarktes am Gymnasium Grafing. Gerade sitzen Simon R., Dominik S. und Marinus T. im Schulunterricht bei Frau Hes., als Vertretung. Der Flohmarkt beginnt erst nach der Pause. Die Lehrerin schlug vor, man könnte die Zeit doch nutzen, um die zum Verkauf mitgebrachten Bücher vorzustellen und vorzulesen. So meldete sich Dominik, frech wie er ist, und schlägt das Buch „Onanieren für Profis“ vor, welches er zum gestrigen Geburtstag von Simon bekommen hatte und er zum herzeigen mitgenommen hatte. Für die tugendhafte Lehrkraft natürlich eine Schande, die sofort beim Direktor, Herrn Harald P., gemeldet werden muss. So sitzen also wenig später die drei Schüler vor dem Schulleiter und mussten sich anhören, was für eine Schande das sei: „Wenn wir solche Bücher an unsere Schule verkaufen, kommt es an die Öffentlichkeit und dann hat unsere Schule einen schlechten Ruf, weil es sehr schlimm ist, wenn Fünftklässler solche Bücher sehen.“ (sinngemäß) Anschließen zerreißt er das Buch im Wert von 20 Euro demonstrativ vor den Augen der Schüler. Es gab dann noch einen Verweis wegen kindischen und albernen Verhalten und es wurde gedroht, wenn sie diesen Vorfall weiter erzählen, würden die Eltern darüber informiert werden. Das waren diese aber durch ihre Söhne sowieso schon. Simons Mutter sieht das ganze so: „Ich finde Verweise lächerlich. Wenn es Probleme gibt, muss man das heute anders regeln.“
Das ganze ist nun schon ein paar Jahre her. In seinem Blog regt Simon sich noch ein wenig über das ja sonst so tolerante und aufgeklärte Land auf. Schon zu Recht, natürlich. Und man sollte nicht vergessen: Über 90 Prozent der Männer und ungefähr 80 Prozent der Frauen regelmäßig. Und interessant ist auch, dass Herr P., der als Schulleiter immerhin genügend Zeit findet, mehrere Bücher im Jahr zu schreiben und im Unterricht, also während seiner Arbeitszeit, vorzustellen, selbst mit „Im Schatten des schwarzen Todes“ ein „Softporno“ geschrieben haben soll.
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Heute war Schülertag an der Technischen Universität München und ein Teil der Schule und ich sind hingefahren. Ist halt eine freiwillige Veranstalltung für Mathematikinteressierte während der Schulzeit. Zuerst sind wir mit der S-Bahn zum Marienplatz und dann von dort aus mit der U-Bahn zu Garching – Forschungszentrum. Beim der Rückfahrt ist mir dann folgendes passiert.
Ich war gerade dabei aus der U-Bahn auszusteigen als mir ein älterer Herr auf den Fuß steigt. Alles nicht so aufregend, hätte er nicht folgendes von sich gegeben: „Bürschchen, wenn du das noch einmal machst, schlag ich dich mit meinem Gehstock nieder!“ (sinngetreues Zitat)
Ein bisschen hart, oder? Und das in Zeiten, in denen jeder Rentner angeblich sich davor fürchten muss, in der U-Bahn zusammengeschlagen zu werden. Jugendkriminalität war neben Ausländerfeindlichkeit das Wahlkampfthema von Herrn Koch. Statistiken werden einfach so hingedreht, wie es erwünscht ist. Und in München nutzte man sogar die zur Fahndung oder für Presse freigegebenen Aufnahmen einer Überwachungskamera beim Überfall auf eine Rentnerin auf Wahlplakaten.
Doch vielleicht sind ja auch die Rentner böse? :-?
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Wenn einem im Unterricht langweilig ist, findet man immer interessante Sachen. Zum Beispiel die Zufallsvariable auf dem Taschenrechner, welche durch drücken von „Ran#“ in die Rechnung eingefügt wird. Sie generiert eine Pseudo-Zufallszahl zwischen 0,000 und 0,999. Bewährt hat sich die Formel Ran#x10-5: „Ist die Zahl positiv oder negativ?“, „Ist die Zahl größer als +5 bzw. kleiner als -5?“
So kann man in langweiligen Unterrichtsstunden einfach mal ne Runde Lotto spielen.
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Klingt wie aus der Zukunft: Ein virtuelles Klassenzimmer, in dem man sich mit seinen Mitschülern und Lehrern trifft, verbunden mit Webcam und Headset. Nun soweit ist es noch nicht, doch ein wenig passt es schon, denn Moodle-Klassenzimmer gibt es bereits.
Moodle, das ist ein freies Softwarepaket zur Einrichtung von Lernplattformen im Internet. Schüler und Eltern, aber auch Lehrer finden darauf Unterrichtsmaterialien und Lernaktivitäten, welche für die einzelnen Fächer bereitgestellt werden. So kann man z.B. die englisch Grammatik online nachlesen, aber auch interaktive Übungen dazu machen, welche dann auch vom System korrigiert werden. Noch besser ist es, wenn die Schulen/Lehrer sogenannte Online-Klassenzimmer einrichten. Dann kann man sich als Schüler anmelden und auf die Klasse angepasste Inhalte zugreifen, z.B. von ihren Lehrern. Hausaufgaben kann man verwalten aber auch einen Schulaufgabenkalender einsehen. Das ist besonders praktisch, wenn man Unterrichtsstoff wiederhohlen will oder wegen Krankheit nicht zur Schule gehen kann. Außerdem können die Schüler mit ihren Mitschülern kommunizieren. Die Software unterstützt auch Module, so kann man z.B. ein Blog-System oder auch Wiki in die Seite integrieren.
Momentan bietet z.B. Bayern diese Lernplattform an, sie ist zu finden unter www.digitale-schule-bayern.de. Dort findet man jetzt schon viele Inhalte, die freiwillig von Lehrern online gestellt wurden. Für Deutschland sind übrigens schon über 1588 Moodle-Installationen registriert worden.
Insgesamt eine sehr schöne Idee. Auf Seiten wie ego4u.de werde ich aber trotzdem nicht verzichten. Wenns um Lernmaterialien geht, sind auch die Wikimedia-Projekte ganz spannend, da sie eine Menge an Wissen sammeln. Für Schüler und Lehrer dürfte zum.de auch ganz interessant sein.
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Statt zum Computerraum wurden wir letzte Stunde zum Mehrzweckraum (eigentlich für Schulaufgaben – viel Platz, wenig Möglichkeiten zum Spicken) geordert. Dort stand dann schon unser Informatiklehrer und meinte es müsste einfach sein. Immerhin kriegen wir in wenigen Wochen den 1. Leistungsbericht und die Exel-Dateien, die wir im Unterricht machen, könne er ja nicht auschließlich bewerten, wir helfen uns ja auch oft gegenseitig.
Gerade als er die Stegreifaufgaben ausgeteilt hatte, ging dann der Feueralarm los – perfektes Timing. Kurz nachdem wir aus dem Schulgebäude waren stellte sich heraus, das es ein Fehlalarm war – der Direktor schien sauer und niemand konnte genaueres sagen.
Gut, einer hatte eine Ex mitgenommen, sie angesehen und dann weggeworfen, ohne das der Lehrer etwas merkte. Trotzdem ging es nicht allen in der Ex gut, auch wenn der Lehrer versicherte, er werde den Notenschrit anpassen, wenn er merke, dass die Klasse etwas noch nicht könne.
Leider bedeutet eine einfache Informatik-Ex auch, dass wieder eine Stunde Informatik pro Woche verschwendet wurde.
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Aus unserem Klassenzimmer heraus hat man einen wunderschönen Panorama-Blick auf unseren Sportplatz. Bloß auf welche Ideen manche kommen, wenn seit Tagen ein bisschen Pulverschnee liegt: Ein männliches Geschlächtsorgan, Herzchen mit Text und ein Packman …
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Gestern haben wir im Physikunterricht den „einfachsten Motor der Welt“ zusammengebaut. Sehr gute Idee von unserem Physiklehrer, den das Thema haben wir gerade (abgeschlossen). Für 2,20 Euro bekommt man eine Batterie, an der zwei gelochte Stäbe, die auch noch die Achsen der Rotorwelle hält, befestigt werden. Die Motorwelle wird auf der einen Seite nur halb abisoliert, auf der anderen ganz. Ein Magnet bildet die Gegenkraft gegen das elektrisch aufgebaute Feld. Ist erst mal die Spule gewickelt und eingesetzt, muss man diese nur noch richtig herum anstoßen und schon setzt sich der Motor in Bewegung. Eine vereinfachte Version des Gleichstrommotors. Eine ausführliche Erklärung findet man z.B. hier (pdf), auf uni-muenchen.de und hier. Ich habe sogar einen noch einfacheren Motor gefunden (pdf).
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Heute wurde am Gymnasium Grafing in einer Demo gegen die erhöhten Preise des Pausenstandes protestiert. Dazu verteilte die SMV (Schülermitverantwortung) kostenlos Brezen und rief dazu auf, heute nichts am Pausenstand zu kaufen. Grund dafür sind Preiserhöhungen von ca. 20 Cent, eine Gewürzschnitte kostet statt 0,45 Euro seit dem Schuljahresbeginn nun 0,60 Euro und eine Leberkäse-Semmel statt 1,00 Euro nun 1,20 Euro. Es wird von Erhöhungen um bis zu 40 Cent gesprochen. Zum Essen-Kaufen dürfen wir die Schule in der normalen Pause (10:15 Uhr) nicht verlassen.
Eigentlich wahren Proteste für die ganze Woche geplant, aber weil irgendwelche Freaks mit den Brezen haben werfen müssen, war das heute der erste und der letzte.
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